Aufbau und Inhalt eines Kirchenhefts

Ein Kirchenheft ist mehr als nur Erinnerung

Ein kreativ und festlich gestaltetes Kirchenheft ist mehr als nur ein einfaches Programmheft, in dem die Liedtexte stehen, die während des Gottesdienstes zur Trauung gesungen werden. Ein Kirchenheft kann somit auch eine wunderbare Erinnerung an den schönsten Tag im Leben zweier Menschen sein, die sich vor dem Altar ihre ewige Treue schwören. Wer solch ein liebevoll gestaltetes Kirchenheft später einmal wieder in die Hand nimmt, wird sich gut an die feierliche Zeremonie der Trauung erinnern können. Weil hier auch der genaue Ablauf der gesamten Zeremonie und der Trauliturgie niedergeschrieben wird, ist allerdings vor dem Entwurf des Kirchenheftes das Gespräch mit dem Pfarrer, der die Zeremonie durchführen wird, unbedingt notwendig. Das eigentliche Heft besteht insgesamt aus drei Teilen: dem Deckblatt, dem Innenteil und dem Anhang.

Das Deckblatt - ein ganz besonderes Schmuckblatt

Das Deckblatt sehen die Hochzeitsgäste als erstes, wenn sie in die Kirche kommen, in der die Kirchenhefte bereits passend auf den Kirchenbänken parat liegen. Hier stehen die Namen der Brautleute, vielleicht in einer ganz besonderen Schrift, sowie die Kirche, in der das Paar getraut wird, ebenso das Datum der Festlichkeit. Ein Foto oder eine zarte Skizze der Kirche, in der das Paar den heiligen Bund der Ehe schließt, könnte das Deckblatt ebenfalls zieren. Ob das Deckblatt eher schlicht gehalten oder zusätzlich mit Symbolen geschmückt wird, welche passend zum Hochzeitsfest ausgewählt wurden, das liegt ganz im Ermessen des Brautpaares, welches das Kirchenheft gestaltet. Es sollte lediglich daran gedacht werden, dass dieses Heft in einer Kirche ausliegt - und somit auch der Ernst und die Würde des heiligen Ortes gewahrt wird.

Der Innenteil - hier ist alles Wichtige vermerkt

Am Anfang des Innenteils steht in vielen Fällen der Trauspruch, den sich das Hochzeitspaar als Motto für den gemeinsamen Lebensweg ausgewählt hat. Wer möchte, kann den Trauspruch allerdings auch bei der Ansprache des Pfarrers oder der Pfarrerin drucken - ebenso kann dieser auch im Anhang stehen. Das richtet sich einfach nach dem persönlichen Geschmack der Brautleute. Die Seiten im Innenteil sind entsprechend dem Ablauf der Trauungszeremonie gegliedert: Hier stehen die Lieder mit den Noten und Texten, die Gebete und die Fürbitten in der richtigen Reihenfolge, in der sie in der Kirche gesungen und gesprochen werden. Schön ist es auf alle Fälle, wenn die Texte und Noten in nicht allzu kleiner Schrift gedruckt werden - so können auch die älteren Hochzeitsgäste problemlos mitsingen, auch wenn sie ihre Brille zu Hause vergessen haben. Soll die Kollekte einem ganz bestimmten Zweck dienen, dann kann dieser ebenfalls im Innenteil erwähnt werden.

Der Anhang - kommt zwar am Ende, ist aber nicht das Letzte

Im Anhang bedankt sich das Brautpaar: Zum einen bei dem Geistlichen, der die Trauzeremonie durchgeführt hat, zum anderen auch bei allen, die bei der Vorbereitung und bei der Durchführung hilfreich mitgewirkt haben. Hier können neben den Trauzeugen auch die Musiker erwähnt werden. Ebenso kann auf dieser Seite eine Ortsbeschreibung stehen, mit der die Gäste ganz einfach den Ort finden können, an dem die Hochzeitsfeier mit dem Festmahl stattfindet. Auch ein Spruch des Dankes, der sich an alle Gäste richtet, kann auf dieser letzten Seite einen würdigen Platz finden und schließt das Kirchenheft.