Steuerfolgen der Ehe

Welche steuerlichen Auswirkungen hat die Eheschließung?

Viele steuerliche Regelungen unterscheiden zwischen Ehepartnern und nichtverheirateten Paaren. Der Schutz der Ehe und Familie ist ein verfassungsmäßiger Auftrag, der sowohl im Steuer- als auch im Sozialversicherungsrecht verankert ist.

Ehegattensplitting

Unter Ehegattensplitting versteht man das einkommenssteuerlich zusammen Veranlagen von Ehegatten, wobei das zu versteuernde Einkommen beider Ehepartner zusammengerechnet und dann gesplittet wird. Die Einkommenssteuer wird auf Basis dieser Splittung berechnet. Vorteilhaft ist dieser Vorgehen vor allem für die Paare, deren Einkommen stark differieren. Das Ehegattensplitting ermöglichst es, dass Grundfreibeträge voll ausgenutzt werden können.

Familienversicherung

In den gesetzlichen Krankenversicherungen kann man seinen Ehepartner, solange dieser nicht selbst krankenversicherungspflicht ist und ein geringes Einkommen hat (den genauen Betrag bitte nachlesen!) sowie Kinder beitragsfrei mitversichern. Bei Beamten gibt es eine ähnliche Regelung mit der Bezeichnung "berücksichtigungsfähiger Angehöriger".

Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer

Für diese Steuern gilt, dass Verheiratete einen weitaus höheren Freibetrag haben als Nichtverheiratete. Im Todesfall steht dem Ehegatten sogar noch ein hoher Versorgungsfreibetrag zu.

Neben diesen Steuerfolgen gibt es auch noch spezielle Bedingungen und unter Umständen Steuersparmöglichkeiten bei Mietverträgen mit Angehörigen, Arbeitsverträgen und Minijobs mit Ehepartnern und Kindern sowie auch Darlehen zwischen Angehörigen. Bitte informieren Sie sich bei einem Fachmann oder einer Fachfrau, also z.B. einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater über die Details und lassen Sie sich die Sparbeträge vorrechnen.



Hier eine kleine Auswahl von Literatur zu den Steuerfolgen der Ehe (in Kooperation mit www.amazon.de):